Schädlingsbekämpfung

Bei dem Beruf des Schädlingsbekämpfers handelt es sich um eine der ältesten Tätigkeiten der Menschheitsgeschichte. Schon dem Mensch der Antike galt das Interesse den Schädlingen, die massiv sein Wohlbefinden störten oder sogar seine Existenz bedrohen konnten, wenn sich diese an den Nahrungsmitteln oder an der Ernte zu schaffen machten. Hierbei war es manchen Menschen des Altertums auch schon bewusst, dass Schädlinge auch Krankheiten übertragen konnten. Dementsprechend wurden schon früh Methoden durchdacht und Maßnahmen ausprobiert, um sich selbst und die Menschen in der Umgebung vor den Folgen eines Schädlingsbefalls zu schützen.

Auch wenn sich das Prinzip des Schutzes der Menschen vor dem negativen Einfluss von Schädlingen nicht geändert hat, so ist moderne, professionelle Schädlingsbekämpfung wesentlich komplexer als es früher der Fall war.

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Seit dem 01.08.2004 ist der Beruf des Schädlingsbekämpfers ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der den Anforderungen an eine moderne und praxisnahe Berufsausbildung gerecht wird. Die Lerninhalte orientieren sich

an die von Experten für notwendig erachteten Qualifikationen, besonders in Hinblick darauf, dass bei diesem Berufsfeld der Einsatz von Gefahrstoffen in der unmittelbaren Umgebung des Menschen eine wichtige Rolle spielt und hierbei verantwortungsvoll umgegangen werden muss.

Schädlingsbekämpfer/-innen führen vorbeugende Maßnahmen durch um einen Befall frühestmöglich festzustellen und gezielt zu bekämpfen oder von vornerein zu verhindern. Dabei arbeiten die Schädlingsbekämpfer als Dienstleister sehr kundenorientiert und berücksichtigen hierbei Rechtsvorschriften, technische – und organisatorische Vorgaben und spezifische Arbeits- und Betriebsanweisungen. Ebenso werden Schädlingsbekämpfer gezielt auf die Umweltproblematik geschult und arbeiten nach dem IPM-System (Integrated Pest-Management). Bei diesem ganzheitlichen Konzept sind alle Methoden und Verfahren so aufeinander abzustimmen, dass eine lang anhaltende Schädlingsfreiheit eines Bereiches erreicht wird. Die „chemische“ Bekämpfung bzw. der Einsatz von toxischen Mitteln, bildet hierbei das allerletzte Glied der Kette. So sind vor allem vorbeugende Maßnahmen von Bedeutung. Sollte dennoch eine Bekämpfung von Nöten sein, so werden Mittel eingesetzt, die sich durch geringere Auswirkung auf Mensch und Umwelt auszeichnen.