Wühlmausbegasung

Wühlmäuse, hier vor allem die Schermaus (Arvicola), sind nicht zu unterschätzende Pflanzenschädlinge im Ackerbau. Diese Art verirrt sich selten in Gebäude und tritt in erster Linie im Freien auf.

Common Vole (Microtus arvalis) in it's Natural Rural Open Habitat

Die Bekämpfung im Freien erfolgt hier einmal über Phosphorwasserstoff- entwickelnde Substanzen (Aluminium- und Calciumphosphid) in Form von Pellets, die, durch die Reaktion mit der Umgebungsfeuchtigkeit in den Gangsystemen der Schadnager, Phosphin bilden oder über die orale Aufnahme von Zinkphosphid-Fraßköder, bei denen der Wirkstoff in Verbindung mit der Magensäure der Schadnager freigesetzt wird. In beiden Fällen werden die Schadnager schnell und schmerzlos eliminiert.

Beide Verfahren haben keine Sekundärtoxizität und stellen somit bei richtiger Anwendung keine Gefahr für Nichtzielorganismen dar. Zudem sind sie sehr pflanzenverträglich und besitzen ein hohes Maß an Effektivität.

Der Einsatz von Mitteln mit Aluminium- und Calciumphosphid sind mit einem sehr hohen Verantwortungsbewusstsein verbunden und erfordern den Sachkundenachweis für die Begasung nach TRGS 512 einschließlich einer Erlaubnis der zuständigen Behörde.

Folgende Gesetze bilden die Rahmenstruktur für die Bekämpfung:

  • Chemikaliengesetz
  • Chemikalienverbotsverordnung
  • Gefahrstoffverordnung
  • REACH-Verordnung
  • Technische Regeln für Gefahrstoffe (hier: TRGS 512)

Auch die Bekämpfung von Maulwürfen ist unter Berücksichtigung einer Erlaubnis der zuständigen Behörde legitimiert.