Pharmazeutische Industrie und Kosmetikindustrie

GMP gerechtes Schädlingsmanagement in der Pharma- und Kosmetikindustrie

Der Begriff GMP steht für „Good Manufacturing Practice“ und stellt einen außerordentlich wichtigen Faktor in der pharmazeutischen Industrie und Kosmetikindustrie dar.

Für die Pharma-Industrie verbindlich geregelt ist hierbei die Herstellung von Arzneimitteln im Arzneimittelgesetz (AMG) und in der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV). Hinzu kommt die Richtlinie 91/356/EWG, auf die der EG-GMP-Leitfaden aufbaut.

Vergleichsweise ähnliche Bestimmungen gelten für die Kosmetikindustrie in der Kosmetikverordnung und in den GMP-Regeln des IKW Verbandes (Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V.).

Um den bestmöglichen Verbraucherschutz zu garantieren muss ein allumfassendes Qualitätssicherheitssystem etabliert und eingehalten werden. Konkret bedeutet dies:

  • Die Verhinderung von Produktkontaminationen jeglicher Art
  • Die konstante Reproduktion bei gleich bleibender Qualität
  • Die detaillierte Rückverfolgbarkeit und Fehleranalyse

Um hierbei den Ansprüchen beim Verbraucherschutz gerecht zu werden, wird GMP immer strenger reglementiert und ein besonderes Augenmerk auf Hygieneaspekte gelegt, welche die Qualität negativ beeinflussen könnten. In diesem Zusammenhang spielt das Thema
IPM“ (Integrated Pest Management), also die nachweisliche Qualität und Effizienz eines optimalen Schädlingsmanagementsystems, inklusive ausführlicher Dokumentation, eine zentrale Rolle bei Audits.

Damit man in diesem Arbeitsbereich die Maßstäbe und Qualitätsstandards
einhalten kann erfordert es viel Fachwissen, Erfahrung und entsprechend geschultes und qualifiziertes Personal. Ebenso wird ein hohes Maß an Flexibilität vorausgesetzt um schnellstmöglich reagieren zu können.

IPM (Integrated Pest Management) beschreibt ein Konzept, bei dem alle Methoden und Verfahren so aufeinander abgestimmt sind, dass ein Bereich schädlingsfrei bleibt. Der Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln wird, sofern möglich, durch nicht-chemische Verfahren ausgeschlossen. Alle zum Einsatz kommenden Mittel sind durch eine geringe Umweltbelastung gekennzeichnet und stellen keine Gefahr für die menschliche Gesundheit und Nichtzielorganismen dar.